Ein Beispiel für die Schätzung der Folgekosten

Autoren: 

Kornelius Götz
Susanne Meyer

Im folgenden wird ein realistisches Beispiel vorgestellt, bei dem die Schätzung der Folgekosten für drei Nachnutzungsoptionen durchgeführt wurde (Details zum Beispiel).

      Nutzungsoption 1  Nutzungsoption 2  Nutzungsoption 3
Summe Einnahmen Euro netto                   +257.000 €                  +386.000 €                 +260.000 €
Summe Ausgaben  Euro netto -307.000 € -386.000 € -75.000 €
Differenz Euro   -50.000 €   - € 185.000 €

Erläuterungen zur Berechnung:

Die Einnahmen und Zuschüsse in Option 1 decken zu 80 Prozent die Betriebskosten. Eine Deckung ist nur durch höhere Zuschüsse zu erreichen. Zu erwartende Projektfördermittel und Spenden sind nicht einbezogen. Die Investitionskosten sind bei Option 1 am geringsten.

Die Einnahmen und Zuschüsse in Option 2 decken die Betriebskosten. Zu erwartende Projektfördermittel und Spenden sind nicht einbezogen. Modell 2 bietet der Bevölkerung die breiteste Angebotsstruktur, das Alte Kraftwerk – auch mit kleineren Beträgen - durch Spenden zu fördern. Dasselbe gilt für Zustiftungen aus Industrie und Gewerbe. Der ideelle Wert des Konzeptes ist hier am höchsten.

Option 3 mit rein gewerblicher Nutzung hat im Einnahmenbereich die beste Bilanz. Die Auslastung der Verpachtung mit 90 Prozent ist jedoch hoch angesetzt. Die Investitionskosten sind hier am höchsten, werden jedoch durch die Einbeziehung der Abrisskosten von 3 Mio. € reduziert. Eine Gemeinnützigkeit ist hier – im Gegensatz zu Option 1 und 2 – nicht gegeben. Der ideelle Wert des Konzeptes ist am geringsten.